Die freiberuflich geführten Einzel- und Gemeinschaftspraxen bilden das Rückgrat der zahnärztlichen Versorgung in Deutschland. Ihr dichtes Netz sorgt dafür, dass Patientinnen und Patienten auch außerhalb der Ballungsräume wohnortnah behandelt werden können.
Diese bewährte Versorgungsstruktur gerät zunehmend unter Druck. Mit der Zulassung investorengetragener Medizinischer Versorgungszentren (iMVZ) wächst der Einfluss versorgungsfremden Kapitals auf die Zahnmedizin. Zahnärztliche Versorgung darf jedoch kein Renditemodell sein. Wo wirtschaftliche Interessen die Versorgung dominieren, drohen Fehlanreize zulasten der Patientinnen und Patienten.
Hinzu kommt: Investoren konzentrieren sich vor allem auf wirtschaftlich attraktive Regionen. Während sich iMVZ in Städten und Ballungsräumen ansiedeln, verschärfen sie den Versorgungsdruck im ländlichen Raum. Gleichzeitig geraten freiberufliche Praxen zunehmend ins Hintertreffen.
Der Freie Verband setzt sich deshalb für klare Leitplanken ein. Die Gründungsbefugnis für investorengetragene MVZ muss an einen regionalen und fachlichen Versorgungsbezug geknüpft werden.