Wöchentlicher Newsletter FVDZ aktuell

Das FVDZ aktuell bietet jeden Dienstag die wichtigsten News aus der Berufs- und Gesundheitspolitik, dem Verbandsleben sowie Kommentierungen zu ausgewählten Themen in kompakter Form. Außerdem gibt es immer einen Praxistipp und aktuelle Infos über Kongresse, Seminare und Webinare.

 

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Aus dem Verband

20. Deutscher Verbändekongress: FVDZ gewährt Blick in die „Werkstatt“
Der 20. Deutsche Verbändekongress in Bonn hat vergangene Woche deutlich gemacht: So wie der FVDZ stehen auch alle anderen Verbände in Deutschland vor großen strategischen Herausforderungen. Durch den Generationenwechsel weicht klassisches Ehrenamt projektbezogener und zeitlich flexibler Beteiligung. Gleichzeitig steigt der Konkurrenzdruck durch digitale Netzwerke, Plattformen und freie Initiativen. Auch werden die Gesetzgebungsverfahren komplexer und schneller. Durch die mediale Überflutung wird es schwieriger, in der politischen Debatte und der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Darüber hinaus bleibt die Modernisierung eine Aufgabe. Dazu gehören Themen wie KI, Verbandssoftware, CRM-Systeme (analog zum PVS) und digitale Mitgliederkommunikation. Gleichzeitig soll die Wirksamkeit interner Strukturen über Satzungsmodernisierung verbessert werden, während Bürokratie, Inflation und steigende Personalkosten drücken. Der FVDZ führt aktuell ein neues CRM-System ein. Bundesgeschäftsführer Ralf Rausch hat beim Kongress gemeinsam mit dem Softwareanbieter Haus Weilgut den FVDZ als zukunftsgerichteten Verband dargestellt. Der Vortrag war bewusst ein Blick in die „Werkstatt“ und sollte als Basis für den Erfahrungsaustausch zwischen den Verbänden dienen. Gleichzeitig wurden Herausforderungen beleuchtet und die konstruktive Zusammenarbeit im Projekt hervorgehoben.

Aus den Landesverbänden

Sachsen-Anhalt: Praxisteamtag bringt Landesverbände zusammen
Beim Praxisteamtag des FVDZ-Landesverbandes Sachsen-Anhalt in Osterfeld kamen Teilnehmende aus Sachsen-Anhalt und Sachsen zusammen. Als Referent gestaltete Jakob Osada, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen-Anhalt, den Praxisteamtag inhaltlich. Zu Gast waren außerdem Birgit Götzrath, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen, und Cornelia Otto, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen. Gemeinsam soll die Zusammenarbeit der mitteldeutschen Landesverbände weiter ausgebaut und intensiviert werden. Der nächste Praxisteamtag findet am 5. Dezember 2026 in Nienburg (Saale) statt.

Hessen: Spannende Themen beim Praxisteamtag
Auch der FVDZ-Landesverband Hessen bietet für Chefinnen und Chefs sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 12. September wieder einen Praxisteamtag an. Die Online-Veranstaltung geht von 9.15 bis 14 Uhr. Themen sind: Konfliktmanagement, Notfallmanagement, Hygieneanforderungen und Effizienzsteigerung in der Zahnarztpraxis durch digitale Prozesse. Teilnehmen können Mitglieder (für 160 Euro), Praxismitarbeiter (130 Euro) und Nichtmitglieder (190 Euro). Anmeldungen unter: wulff@fvdz-hessen.de

Niedersachsen: Kostenlose Fortbildung zu CMD
Zu einer zahnmedizinischen Online-Fortbildung lädt der Landesverband Niedersachsen am 11. November von 18 bis 21 Uhr ein. Dabei geht es um den „Tatort Kiefergelenk – Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD)“. Jan Rustemeyer ordnet Diagnostik und Therapie aus fachübergreifender Sicht ein und steht anschließend für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind hier möglich.

Aus der Gesundheitspolitik

FVDZ: Arbeit von Zahnärzten trägt das Gesundheitssystem
Worte haben Macht. Deshalb ist ihr richtiger Gebrauch so wichtig. „Nutznießer“ ist so ein Wort, dessen falscher Gebrauch an der falschen Stelle eine fast explosionsartige Wirkung entfalten kann. Diese bekommt Bundeskanzler Friedrich Merz derzeit aus der Ärzteschaft zu spüren. Er hielt in einer TV-Diskussionsrunde in der vergangenen Woche einer Kinderärztin, die das GKV-Spargesetz und den Kanzler selbst scharf kritisiert hatte, entgegen, dass sie als Ärztin doch auch „Nutznießer des Gesundheitssystems“ sei. Damit zog sich Merz den Zorn der gesamten Ärzte- und Zahnärzteschaft und aller weiteren Heilberufe auf sich. Wenig verwunderlich, wenn man sich die Definition des Wortes und seiner Synonyme anschaut. Laut Duden ist ein Nutznießer eine Person, die den Nutzen von etwas hat oder einen Vorteil aus etwas zieht, was ein anderer erarbeitet hat. Synonym wird das Wort „Schmarotzer“, „Parasit“ und umgangssprachlich auch „Abstauber“ verwendet. Neben vielen anderen Einzelpersonen, Verbänden und Organisationen verwahrte sich der FVDZ ebenfalls gegen die Bezeichnung als „Nutznießer des Gesundheitssystems“: „Zahnärztinnen und Zahnärzte gehören zu denjenigen, die das Gesundheitssystem tragen – durch unsere tägliche Arbeit mit und für unsere Patientinnen und Patienten“, stellte der FVDZ-Bundesvorsitzende Christian Öttl klar. „Ohne diejenigen, die tagtäglich behandeln, Schmerzen lindern, Menschen heilen und auch noch in ihre Praxen investieren, damit dies möglich ist, gäbe es kein funktionierendes Gesundheitssystem.“
Quelle: Tagesspiegel, Bild Zeitung, FVDZ, Duden

FVDZ: Zuckerabgabe klar an Prävention und Versorgung koppeln
Für große Aufregung sorgte in der vergangenen Woche auch ein Eckpunktepapier zur Zuckersteuer aus dem Bundesfinanzministerium. Demnach gehen die Pläne von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) weit über die „gesüßten Erfrischungsgetränke“, die ursprünglich geplant waren, hinaus. Neben Limonaden sollen demnach auch Säfte, Milchgetränke, Eistees, Biermischgetränke und Fertigkaffees mit der Steuer belegt werden. Die ursprünglich in dem Papier benannten zuckerfreien Getränke wie Light- oder Zero-Limonaden sind nach einer Intervention von Klingbeil selbst wieder vom Tisch. Er bezeichnete das Papier als Arbeitsstand – und dieser sei in der Koalition weder diskutiert noch geeint. Mit ihm werde es aber keine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke geben. Dafür wurde allerdings klar, dass die Steuer bereits 2027 als echte Steuer und nicht als zweckgebundene Abgabe für das kränkelnde Gesundheitswesen kommen soll. Damit sollen im ersten Jahr 650 Millionen Euro in die Staatskasse gespült werden, später dann 450 Millionen pro Jahr. Der FVDZ kritisierte die geplante Besteuerung: „Wenn man eine Abgabe auf Zucker erhebt oder Zucker besteuert, dann sollte sie zum einen dazu dienen, das Verhalten von Produzenten und Konsumenten zu beeinflussen, und zum anderen sollten zusätzliche Einnahmen strikt an Ausgaben zur Prävention, Aufklärung und Versorgung geknüpft sein“, forderte der FVDZ-Bundesvorsitzende Christian Öttl.
Quelle: Tagesspiegel Background, ZDF, FVDZ

Krankschreibung: SPD-Chefin befürchtet mehr Fehltage
Bundesarbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas hat die Pläne der Bundesregierung für eine verpflichtende Krankschreibung ab dem ersten Tag infrage gestellt. "Meine Sorge ist, dass dann Menschen mit einem leichten Infekt am ersten Tag zum Arzt gehen und aus einem kurzen Ausfall am Ende eine ganze Woche Krankschreibung wird“, sagte sie in einem Interview mit der Funke-Medien-Gruppe. Die SPD habe in dem Gesamtpaket nur zähneknirschend der Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Tag zugestimmt, „obwohl wir sie inhaltlich für falsch halten“. Die von der CDU gewollten Karenztage oder Kürzung der Lohnfortzahlung seien für die SPD jedoch die schlechteren Alternativen gewesen. Bas‘ Befürchtungen decken sich mit den Ergebnissen einer Umfrage des Sozialverbandes VdK. Es käme vermutlich zu höheren Fehlzeiten als mit der momentan üblichen Regelung der Krankschreibung ab dem dritten Krankheitstag, heißt es dort. Viele Versicherte gaben bei der Befragung an, sie würden sich in dem Fall der Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag vorsorglich für mehrere Tage krankschreiben lassen, um nicht noch einmal zum Arzt zu müssen.
Quelle: Tagesschau, Welt, Tagesspiegel Background

Studie: Welche Erfahrungen haben Sie mit Unterkieferprotrusionsschienen
Die Erfahrungen, Kenntnisse und Einschätzungen von Zahnärztinnen und Zahnärzten im Behandlungsgebiet mit Unterkieferprotrusionsschienen stehen im Fokus einer Studie, die im Rahmen einer Promotion am Zentrum für Schlaf- und Telemedizin der Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen durchgeführt wird. Derzeit läuft eine Befragung zum Thema Bauartwahl von Unterkieferprotrusionsschienen.
Hierfür werden freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Die Bearbeitung des Online-Fragebogens nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Die Teilnahme und die erhobenen Daten werden anonym und vertraulich behandelt. Zur Befragung geht es hier.

Praxistipp der Woche

Die Rente der ZFA stützen
Aufgrund der volatilen Zeiten an den Finanzmärkten rückt die Altersvorsorge verstärkt in den Fokus. Ein diversifiziertes
Portfolio ist gefragt. Aber wie schaut es bei den eigenen Mitarbeitern aus?

Aus dem Verband

GREEN DENTISTRY Award: Jetzt bewerben
Mit dem neuen FVDZ GREEN DENTISTRY Award schafft der Freie Verband Deutscher Zahnärzte erstmals ein Förder- und Auszeichnungsformat, um herausragende Projekte, Initiativen und Persönlichkeiten aus der Zahnmedizin sichtbar zu machen. Ziel des Awards ist es, Ressourcenbewusstsein, innovative Zukunftsideen und gesellschaftliches Engagement zu würdigen und die vielfältigen Leistungen des Berufsstands stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken. „In deutschen Zahnarztpraxen entstehen jeden Tag innovative Ideen und beeindruckendes gesellschaftliches Engagement. Mit dem GREEN DENTISTRY Award möchten wir diesen Einsatz darstellen und zeigen, wie vielfältig Zukunft in der Zahnmedizin aussehen kann“, sagt der Bundesvorsitzende Christian Öttl. Verliehen werden Preise in den drei Kategorien Ressourcenschonung, Innovation und Soziales Engagement. Jede Kategorie ist mit 1.000 Euro Preisgeld dotiert. Bewerben können sich Einzelpersonen, Praxisteams, niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte, zahnärztlich geleitete MVZ sowie gemeinnützige Initiativen bis zum 31. August 2026 hier.

Bundestag: Das GKV-Sparpaket kommt
Das GKV-Sparpaket wird umgesetzt: Am Freitag vergangener Woche hat der Bundestag nach zum Teil heftiger Debatte das Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Ein Mehr-Länder-Antrag im Bundesrat, das Gesetz zur weiteren Nachbesserung in den Vermittlungsausschuss zu schicken, scheiterte. Wenig leidenschaftlich, dafür an der Sache orientiert – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte das Sparziel von 18,8 Milliarden Euro vorgegeben – setzten sich die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD im Bundestag für das Gesetz ein. Aus der Opposition dagegen hagelte es umso lebhafter Kritik, sowohl an der handwerklichen Umsetzung des Gesetzes sowie inhaltlich an den geplanten Kürzungen. Ärztliche und zahnärztliche Verbände und Organisationen befürchten ebenfalls erhebliche Einschnitte in der Versorgung durch die Sparmaßnahmen. Wenngleich der FVDZ in der Aufhebung des geplanten Fachzahnarztvorbehalts in der Kieferorthopädie zumindest einen politischen Teilerfolg sieht, bewertet der FVDZ-Bundesvorsitzende Christian Öttl die Rückkehr zur strikten Budgetierung als gravierenden Fehler: „Wir sind keine Kostentreiber im System, sondern wir verhindern Folgekosten durch unser Präventionskonzept“, betont Öttl. „Dafür werden wir jetzt abgestraft. Es ist politisch wenig vorausschauend, gut funktionierende Strukturen zu beschneiden, anstatt sie durch Investition auf Erfolgskurs zu halten.“
Quelle: FVDZ, Tagesspiegel Background, FAZ, Tagesschau

FVDZ-Laufinitiative 2026: Die letzten Termine
Die FVDZ-Laufinitiative 2026 geht in die Schlussphase. Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, dabei zu sein. Wir laden Sie herzlich ein:

•    Frankfurt am Main: B2Run am 3. September 2026
•    Berlin: B2Run am 16. September 2026

Bestellen Sie einfach Ihr Laufshirt, wählen Sie Ihren Standort aus und sichern Sie sich dank unseres Sponsors artiva Ihren kostenlosen Startplatz. Wir freuen uns darauf, Sie an der Startlinie zu begrüßen! Fragen? laufinitiative@fvdz.de

Aus den Landesverbänden

Baden-Württemberg: Landesversammlung setzt klare Signale
Berufspolitischer Austausch, fachliche Impulse und intensive Diskussionen prägten die Landesversammlung des FVDZ Baden-Württemberg am 11. Juli in Ispringen. In seinem Grußwort warnte der Bundesvorsitzende Christian Öttl vor den Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf Prävention und Freiberuflichkeit. Im Schwerpunkt Nachwuchsförderung warb Elisabeth Triebel dafür, junge Kolleginnen und Kollegen für die Standespolitik zu gewinnen – jedoch ohne die, die bereits seit vielen Jahren Verantwortung übernehmen und sich engagieren, aus dem Blick zu verlieren. Auf großes Interesse stieß zudem der Vortrag „Zucker jenseits von Karies“ der Ernährungswissenschaftlerin Friederike Schmidt. In der anschließenden berufspolitischen Aussprache bekräftigte der Landesvorsitzende Joachim Härer die Forderungen nach einem Ende der Budgetierung, dem Abbau von Bürokratie und einer Anpassung des GOZ-Punktwerts. Anschließend verabschiedeten die Delegierten die Anträge einstimmig und setzten ein klares Zeichen für Prävention, Freiberuflichkeit und eine verlässliche zahnmedizinische Versorgung.

Sachsen-Anhalt: Praxisteamtage 2026
Ein starkes Praxisteam ist die Basis für eine erfolgreiche Praxis. Deshalb lädt der FVDZ Sachsen-Anhalt Zahnärztinnen, Zahnärzte und ihre Teams zu den Praxisteamtagen 2026 ein. In angenehmer Atmosphäre erwarten die Teilnehmenden gesetzlich vorgeschriebene Unterweisungen, Notfallmanagement und aktuelle Praxisthemen – praxisnah, verständlich und mit vielen Tipps für den Arbeitsalltag. Auch der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen kommt nicht zu kurz. Der nächste Praxisteamtag findet am 29. August 2026 im Atrium Hotel Amadeus in Osterfeld statt. Ein weiterer Termin folgt am 5. Dezember im Bernstein Acamed Resort in Nienburg. Hier geht's zum Anmeldeformular und zu weiteren Informationen im Flyer.

Schleswig-Holstein: Ostsee-Symposium 2026 in Kiel
Fortbildung mit Fördeblick: Am 12. September erwartet das traditionsreiche Ostsee-Symposium seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem abwechslungsreichen Programm aus Wissenschaft, Praxis und Standespolitik im Maritim Hotel Bellevue Kiel. Peer Kämmerer widmet sich unter anderem der Sedierung von Angstpatienten, der Technik bei Weisheitszahnentfernungen, Rekonstruktionen im Kopf-Hals-Bereich sowie der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen. Kristina Schoepke berichtet über ihre Erfahrungen mit automatischer Behandlungsdokumentation und dem Einsatz von KI in der Praxis. Moderne CAD/CAM-Verfahren, 3D-Druck und Robotik im Zahnarztlabor stehen im Fokus des Vortrags von Nikita Diedrich. Roland Kaden informiert über die korrekte GOZ-Abrechnung und die Möglichkeiten der Freien Vereinbarung. Eine standespolitische Sprechstunde mit Landespolitikern rundet das Programm ab. Hier geht’s zum Programm und zur Anmeldung.

Aus der Gesundheits- und Standespolitik

FDI World Dental Congress 2026 in Prag: Frühbucherrabatt für Mitglieder
Vom 4. bis 7. September lädt der FDI World Dental Congress die internationale Zahnärzteschaft erstmals in die Tschechische Republik nach Prag ein. Erwartet werden mehr als 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern. Das Programm bietet aktuelle Forschungsergebnisse, Innovationen und Best Practices der Zahnmedizin sowie eine große Fachausstellung mit führenden Unternehmen der Dentalbranche. Als Mitglied profitieren Sie von einem Rabatt von 10 Prozent auf die Kongressregistrierung. Nutzen Sie hierfür den Code FDIMEMBERS2026. Das Angebot gilt bis zum 24. Juli 2026, dem Ende der Early-Bird-Registrierung. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

Europatag: Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Fokus
Mit dem brandaktuellen Thema der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen in der EU beschäftigte sich der diesjährige Europatag der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in Berlin. In Deutschland tritt am 1. November bereits das gerade verabschiedete Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennung in Kraft. Und die EU-Kommission plant für Ende 2026 die Überarbeitung der Berufsanerkennungsrichtlinie, die die Anerkennung beruflicher Qualifikationen durch digitale Verfahren vereinfachen soll. Viel Stoff also für die Experten auf dem Europatag-Panel, die sich vor allem mit der Frage beschäftigten, ob Beschleunigung und Vereinfachung sich mit den hohen Anforderungen des Patientenschutzes in Einklang bringen lassen. BZÄK-Präsidentin Romy Ermler brachte es in ihrer Einleitung auf den Punkt: „Schneller darf nicht schlechter sein.“ Gregor Thüsing, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der Sozialen Sicherheit der Universität Bonn, brachte in seinem Vortrag das bemerkenswerte Detail mit, dass sogar eine „automatische Anerkennung von Abschlüssen aus Drittstaaten im Raum steht“. Auf viel Gegenliebe stoßen solche Gedanken und der Einsatz von KI bei der Prüfung von Dokumenten und Kenntnissen in der Zahnärzteschaft nicht. „Die Kenntnisprüfung ist kein bürokratisches Hindernis, sondern Patientenschutz“, sagte BZÄK-Vizepräsident Ralf Hausweiler. Patientinnen und Patienten müssten sich auf die fachliche Qualität von Zahnärztinnen und Zahnärzten verlassen können, gleichgültig, wo sie ihre Ausbildung absolviert haben.
Quelle: BZÄK, FVDZ

RKI-Studie: Zu wenig zahnärztliche Kontrolluntersuchungen
Mehr als jeder Dritte hat 2024 keine zahnärztliche Kontrolluntersuchung in Anspruch genommen. Das geht aus einer Studie des Robert Koch-Instituts hervor. Erstmals wurden für Deutschland die Inanspruchnahme zahnärztlicher Kontrolluntersuchungen durch Erwachsene ab 20 Jahren auf der Basis von BEMA-Abrechnungsdaten der KZBV der Jahre 2015 - 2024 analysiert. Die Quote der Inanspruchnahme zahnärztlicher Kontrolluntersuchungen verlief demnach bis 2019 mit rund 64 Prozent konstant, mit einem Rückgang im ersten Pandemiejahr 2020 (62,1 Prozent) und einem allmählichen Anstieg in den Folgejahren bis auf das Ausgangsniveau im Jahr 2024. Männer, jüngere Erwachsene, Hochaltrige sowie Personen in Westdeutschland weisen nach den Zahlen eine geringere Inanspruchsnahmequote auf, wobei sich Ost-West-Unterschiede im Zeitverlauf verringert haben. Damit unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen.
Quelle: änd, RKI

NHS: Engländer sollen für Bewegung belohnt werden
Der Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) will Engländer mit Belohnungen zu mehr Bewegung motivieren. Für diejenigen, die sich einen Monat lang täglich 30 Minuten zu Fuß fortbewegen, soll es Gutscheine oder Vergünstigungen geben. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die BBC. Der Start der Initiative ist für 2027 geplant. Teilnehmer sollen ihre Strecken digital dokumentieren, etwa über ihr Smartphone oder ihre Smartwatch. Entwickelt wird das Programm mit dem ehemaligen englischen Mittelstreckenläufer Brendan Foster. Die Initiative soll Teil eines umfassenderen Plans zur Verbesserung der Gesundheit werden. Bewegungsmangel stehe im Zusammenhang mit jedem sechsten Todesfall, verlautbart die BBC unter Berufung auf Zahlen des NHS.
Quelle: DÄ, dpa

Praxistipp der Woche

ChatGPT und Co. individuell einstellen

Wegen formaler Fehler gute Leistung nicht bezahlt zu bekommen, das muss nicht sein. Da kann das PVS hilfreich sein.

Aus dem Verband

GREEN DENTISTRY Award: Partner unterstützt die Auszeichnungen
Noch bis zum 31. August können sich Einzelpersonen, Praxisteams, niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte, zahnärztlich geleitete MVZ sowie gemeinnützige Initiativen für den neuen FVDZ „GREEN DENTISTRY Award“ bewerben. Mit dieser Auszeichnung möchte der Freie Verband Deutscher Zahnärzte herausragende Projekte, Initiativen und Persönlichkeiten aus der Zahnmedizin sichtbar machen. Verliehen werden Preise in den drei Kategorien Ressourcenschonung, Innovation und Soziales Engagement. Jede Kategorie ist mit 1.000 Euro Preisgeld dotiert. Als Sponsor konnte der FVDZ bislang seinen Partner enretec gewinnen. Bewerbungen bitte bis zum 31. August 2026 hier.

FVDZ-Website: Bessere Orientierung, bewährte Inhalte
Die neue Website fvdz.de ist online. Sie verbindet bewährte inhaltliche Qualität mit einem modernen, übersichtlichen Look, neuen Suchmöglichkeiten und kurzen Wegen zu den Themen, die für Zahnärztinnen und Zahnärzte wichtig sind. Herzstück ist ein vereinfachtes Menü mit drei Bereichen: Über uns, Politik und Fortbildung. Eine neu aufbereitete Leistungsübersicht verdeutlicht die Gründe für die Mitgliedschaft, ein Veranstaltungskalender bündelt alle relevanten Termine zum Austauschen und Mitmachen. Dank praktischer Filterfunktion lässt sich schnell genau das finden, was interessiert. Neu ist außerdem die Fachthemensuche, die kontinuierlich erweitert wird. Mit nur einem Klick finden Nutzer passende Beiträge aus verschiedenen Verbandsmedien wie dem DFZ, dem Newsletter und der FVDZ-Website. Und auch für Mitglieder wird es einfacher: Der bisherige Mitglieder-Login entfällt. Alle relevanten Informationen und Angebote sind künftig ohne zusätzlichen Login erreichbar.

FVDZ-Existenzgründerprogramm: Neuer Start am 26. September
Der Weg in die Selbstständigkeit und zur eigenen erfolgreichen Praxis braucht eine genaue Planung und kompetente Begleiter. Dieses fundierte Wissen bietet der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) seinen Mitgliedern seit acht Jahren mit dem Existenzgründerprogramm, das Praxisgründerinnen und Praxisgründern auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit hilft. Am 26.09.2026 startet das nächste FVDZ-Existenzgründerprogramm mit 16 frei wählbaren Webinaren rund um die Themen Niederlassung, Betriebswirtschaft, Führung und Kommunikation sowie rechtliche Grundlagen. Weitere Informationen unter www.fvdz.de/existenzgruendung.

 

Aus den Landesverbänden

Hessen: FVDZ Dental Day Retreat by Quartier Yoga
In Frankfurt am Main steht am 20. September eine ganz besondere Fachfortbildung für Zahnarztpraxen zu CMD, Kiefer-Nacken-Spannungen und Stressregulation auf dem Programm. Das FVDZ Dental Day Retreat richtet sich an Zahnärztinnen, Zahnärzte und Praxisteams. Ziel ist es, fachliche Zusammenhänge rund um Kiefer, Kaumuskulatur, Haltung, Atmung und Stress besser verständlich zu machen und gleichzeitig einfache, alltagstaugliche Entlastungsübungen zu vermitteln. Die Teilnehmenden erleben neben der Theorie im Praxisworkshop inklusive Yoga eigene Entlastung, vertiefen ihr Verständnis für funktionelle Zusammenhänge und nehmen konkrete Impulse für den Praxisalltag sowie für die Patientenkommunikation mit. Ergänzend gibt es einen Guide, der die wichtigsten Inhalte des FVDZ Dental Day Retreats zusammenfasst und sowohl für das Praxisteam als auch für Patienten und Patientinnen geeignet ist. Im Angebot enthalten sind 20 gedruckte Exemplare pro Praxis. Zur Anmeldung für die Fortbildung am 20. September von 10 bis 13.30 Uhr im Quartier Yoga, Hahnstraße 40, Frankfurt am Main geht es hier.

Aus der Gesundheitspolitik

BMG: Haushalt sinkt um 7,4 Milliarden Euro
Der Bundeshaushalt 2027 sieht erheblich weniger Mittel für den Gesundheitsetat vor als noch für 2026. Vorgesehen sind mit rund 14,3 Milliarden Euro etwa 7,4 Milliarden Euro weniger als im laufenden Jahr. Der mit Abstand größte Teil der Ausgaben entfällt im Gesundheitsetat auf die Zuwendungen des Bundes an den Gesundheitsfonds. Für die pauschale Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen für gesamtgesellschaftliche Aufgaben werden seit der gesetzlichen Festschreibung im Jahr 2017 jedes Jahr 14,5 Milliarden Euro veranschlagt. 2027 jedoch sinkt dieser Bundeszuschuss dem Entwurf zufolge um zwei Milliarden Euro auf 12,5 Milliarden Euro – dies wurde per GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Das für 2026 mit 2,3 Milliarden Euro veranschlagte Darlehen an den Gesundheitsfonds entfällt 2027. Damit sinken die im Kapitel „Gesetzliche Krankenversicherung“ vorgesehenen Ausgaben von 16,8 Milliarden Euro auf 12,5 Milliarden Euro. Die insgesamt 7,4 Milliarden Euro setzen sich darüber hinaus aus vielen Einzelsparmaßnahmen in den Bereichen Pflegevorsorge, Impf- und Pandemievorsorge, öffentlicher Gesundheitsdienst, Forschungsausgaben und einigen weiteren zusammen.
Quelle: heute im bundestag (hib)

Statistik I: Fast ein Viertel mehr Praxen machen dicht
Die Wirtschaft schwächelt, die Zahl der Arbeitslosen steigt, immer mehr Unternehmen schließen: In Deutschland herrscht Konjunkturflaute. Erstmals sinkt auch die Zahl der Erwerbstätigen im Dienstleistungsgewerbe und nicht nur in der Industrie. Die Mehrzahl der Geschäftsaufgaben ist allerdings nicht insolvenzbedingt, wie Creditreform und Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgefunden haben. Vielmehr schließen immer mehr Betriebe, weil die Firmeninhaber keinen Nachfolger finden, wenn sie in den Ruhestand gehen. Gerade einmal 13 Prozent der fast 190.000 erfassten Schließungen waren demnach im vergangenen Jahr auf ein Insolvenzverfahren zurückzuführen. Besonders ausgeprägt sind die Schließungen mangels Nachfolger im Gesundheitswesen. Allein knapp 5.500 Arztpraxen und damit fast ein Viertel (23 Prozent) mehr als 2024 schlossen im vergangenen Jahr. Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte finden immer seltener Nachfolgerinnen oder Nachfolger, wenn sie den Ruhestand antreten möchten. Diese Negativentwicklung ist in Deutschland seit gut zehn Jahren zu beobachten.
Quelle: Tagesschau, ZEW

Statistik II: Zahl ausländischer Beschäftigter nimmt zu
Die Zahl ausländischer Beschäftigter im Gesundheitswesen und in sogenannten Engpassberufen hat deutlich zugenommen. Dies geht aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor. Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit haben im Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Sachverständigenrat (SVR) für Integration und Migration, der die Bundesregierung berät, hat bereits 2022 festgestellt, dass Menschen mit Migrationsgeschichte für das Gesundheitswesen „systemrelevant“ sind. In den Zahnarztpraxen haben inzwischen 16,1 Prozent der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) einen ausländischen Hintergrund – vor fünf Jahren waren es noch 10,8 Prozent. Bei Zahnärzten und Kieferorthopäden sind es 13,2 Prozent.
Quelle: Ärztezeitung, Bundesagentur für Arbeit

 

Hitzeschutz: Machalet will „pragmatisches Sofortprogramm“ für 2027
Die Hitze der vergangenen Wochen macht den Menschen in Deutschland zu schaffen. Für viele ältere Menschen endete sie sogar tödlich. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzte die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle inzwischen auf etwa 14.000. Diese enorme Zahl zeigt vor allem eines: Es gibt in Deutschlands Städten, Krankenhäusern, und Pflegeheimen kein Hitzeschutzkonzept, keine Klimaanlagen und oft nicht einmal geringe Möglichkeiten, für Kühlung und Erholung von der Hitze zu sorgen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) drängt nun angesichts der Herausforderungen durch den Klimawandel auf eine Grundgesetzänderung für Klimaanpassung – der Koalitionspartner CDU/CSU zögert noch. Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Tanja Machalet (SPD), kündigte an, das Thema Hitzeschutz nach der Sommerpause voranzutreiben. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft erhob die Forderung nach einem Klimainvestitionsprogramm für die Kliniken – Kostenpunkt 31 Milliarden Euro. Die Bundesregierung wird derzeit stark dafür kritisiert, dass es kaum Aktivitäten hinsichtlich eines wirksamen Hitzeschutzplans in Deutschland gebe, obwohl die Ideen dafür bereits seit 2023 vorlägen. Für den Sommer 2027 sagte Machalet ein „pragmatisches Sofortprogramm“ zu.
Quelle: Tagesspiegel Background, ZDF heute, Tagesschau

Mitteldeutsches Forum Zahnmedizin: 25 Prozent Rabatt für FVDZ-Mitglieder
Ein etabliertes Fortbildungsformat der Zahnmedizin startet am 11. und 12. September unter neuem Namen: Aus dem Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin wird das Mitteldeutsche Forum Zahnmedizin. Der Kongress richtet sich nun noch stärker an Zahnärztinnen und Zahnärzte aus ganz Mitteldeutschland sowie dem gesamten Bundesgebiet. Es gibt auch neue Akzente: Als Plattform für Praxis, Wissenschaft und Teamfortbildung will das Forum unterschiedliche Perspektiven zusammenführen, aktuelle Herausforderungen der Versorgung diskutieren und innovative Behandlungskonzepte für den Praxisalltag greifbar machen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen in der Implantologie und der allgemeinen Zahnheilkunde. Ergänzt wird das Programm durch Pre-Congress-Formate, Workshops sowie ein spezialisiertes Teamprogramm. FVDZ-Mitglieder erhalten 25 Prozent Rabatt auf die Kongressgebühr mit dem Aktionscode: FVDZ. Hier geht es zur Anmeldung.

Praxistipp der Woche

„Hinweisen, sensibilisieren, wachrütteln“

KI-Boom und geopolitische Spannungen lassen die Preise für IT-Produkte in gigantische Höhen schnellen. Darüber hat der DFZ mit IT-Consultant Johannes Oberhuber gesprochen,der auch einen Appell an die Berufsverbände richtet.

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