Aus dem Verband

infotage FACHDENTAL Stuttgart: FVDZ setzt auf persönliche Gespräche
Rund 4000 Fachbesucherinnen und -besucher und 160 ausstellende Unternehmen kamen bei der infotage FACHDENTAL in Stuttgart zusammen, bei der auch der FVDZ mit einem eigenen Messestand vertreten war und sich an der Gestaltung des umfangreichen Fortbildungsprogramms der Messe beteiligte. Unterstützt vom baden-württembergischen Landesvorsitzenden Joachim Härer, seinem Stellvertreter Thomas Schlachta und weiteren engagierten Mitgliedern führte das FVDZ-Team zahlreiche Gespräche. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte eine Glücksrad-Aktion, bei der sich Besucherinnen und Besucher spielerisch über die Verbandsarbeit informieren konnten. Beim Gründertag am Samstag nutzte der FVDZ die Gelegenheit, angehenden Praxisgründerinnen und -gründer das Existenzgründerprogramm und weitere Verbandsangebote vorzustellen. Auch die stellvertretende Bundesvorsitzende Jeannine Bonaventura und Geschäftsführer Ralf Rausch waren vor Ort. Die Messe stand damit ganz im Zeichen des fachlichen Austauschs, neuer Kontakte und spannender Impulse für den Praxisalltag. Anfang November geht es weiter mit der infotage Fachdental in Frankfurt. Kostenlose Tickets gibt es mit dem Code FVDZ2026 hier.

ZA:vor Ort Stuttgart: Austausch auf Augenhöhe
Am Freitagabend nach der infotage FACHDENTAL lud die ZA zur Veranstaltungsreihe „ZA:vor Ort“ in den Ratskeller Stuttgart ein. Im Mittelpunkt stand der Vortrag „Politik trifft Praxis: WIR bleiben erfolgreich“, mit dem Dana Tech, Referentin und Praxiscoach der ZA eG, und Dr. Andreas Janke, Zahnarzt und Vorstand der ZA eG, die Risiken und Nebenwirkungen der aktuellen Gesundheitspolitik beleuchteten und zeigten, wie Zahnarztpraxen den Herausforderungen erfolgreich begegnen können. Auch der FVDZ war bei der Veranstaltung vertreten und nutzte die Gelegenheit, den Verband und seine Arbeit kurz vorzustellen. Mit dabei waren unter anderen die stellvertretende Bundesvorsitzende Jeannine Bonaventura und der baden-württembergische Landesvorsitzende Joachim Härer. Bei einem gemeinsamen Abendessen klang die Veranstaltung in geselliger Runde aus. Dabei blieb reichlich Gelegenheit, die Themen des Abends zu vertiefen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.

Young Dentist Day 2026: Fortbildung und Austausch für den zahnärztlichen Nachwuchs
Am 7. November lädt young dentist den zahnärztlichen Nachwuchs zum Young Dentist Day ins Hilton Hotel Düsseldorf ein. Young dentist ist die gemeinsame Initiative des FVDZ und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die junge Zahnärztinnen und Zahnärzte beim Berufseinstieg mit Fortbildungsangeboten, Orientierung und Möglichkeiten zur Vernetzung unterstützt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erwarten praxisnahe Vorträge zu Themen wie Cracked Tooth, MTA, Restaurationen und Frontzahnästhetik. Neben der fachlichen Fortbildung bleibt ausreichend Zeit für den persönlichen Austausch und zum Netzwerken. Von 14 Uhr an besteht außerdem die Möglichkeit, in die DGET-Jahrestagung hineinzuschnuppern. Mehr Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Aus der Gesundheits- und Standespolitik

Zuckersteuer: Bundesregierung einigt sich auf neue Variante
Nach langem Hin und Her hat sich die Regierungskoalition nun doch auf die Einführung einer Zuckersteuer verständigt. Von einem großen Aufschlag, den das Finanzministerium im Sommer sehr schnell zurückgezogen hatte, in dem sogar von einer Steuer auf Light- und Zero-Getränke die Rede war, ist nun eher eine kleine Steuervariante übriggeblieben. Nachdem das Kanzleramt den unabgestimmten Referentenentwurf aus dem Finanzministerium vor zwei Wochen gestoppt hat, hat sich die Koalition nun auf eine zweistufige Besteuerung (26 Cent ab 5 Gramm Zucker und 32 Cent ab 8 Gramm pro Liter) von Limonaden und anderen zuckergesüßten Getränken geeinigt. Ausgenommen von der Besteuerung sollen wegen zu hohen Bürokratieaufwands kleinere Limonadenhersteller werden. Die neue Steuer soll von Juli 2027 an erhoben werden. Kritik an der Zuckersteuer gibt es allerdings immer noch koalitionsintern. Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) forderte, eine Zuckersteuer müsse streng zweckgebunden zur Gesundheitsförderung erhoben werden. Alexander Hoffmann, CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, plädierte für einen späteren Start der Zuckersteuer, damit sich die Unternehmen darauf vorbereiten könnten.
Quelle: Tagesspiegel Background, Tagesschau

Schätzerkreis: GKV-Beitragssätze können stabil bleiben
Mit Spannung geht der Blick jedes Jahr Mitte Oktober in Richtung Schätzerkreis. Dieser gibt alljährlich eine Prognose zur Höhe des zu erwartenden Zusatzbeitrags für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ab. Nach dem umfangreichen Sparpaket, das Mitte des Jahres mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) geschnürt wurde, wurde die Prognose des Expertengremiums, in dem neben Vertretern des GKV-Spitzenverbands und des Bundesamts für Soziale Sicherung auch Regierungsvertreter sitzen, mit besonderer Ungeduld erwartet. Die erlösende Nachricht: Der Schätzerkreis geht davon aus, dass die für 2027 zu erwartenden Ausgaben durch GKV-Beitragssätze auf dem derzeitigen Niveau gedeckt werden können. Eine gute Nachricht für die Versicherten, denn die Mehrheit der GKV-Versicherten kann damit rechnen, dass die Krankenkassenbeiträge stabil bleiben. Der Zusatzbeitrag liegt derzeit bei 2,9 Prozent. Die besserverdienenden GKV-Versicherten werden allerdings auf jeden Fall einen höheren Beitrag zahlen müssen, da im GKV-BStabG die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze vorgesehen wurde. Den jeweiligen „individuellen Zusatzbeitrag“ legt jede der mehr als 90 Krankenkassen Ende des Jahres fest – und da in die Berechnung des Wertes dann auch noch die eigene Vermögenslage und die gesetzlich vorgeschriebene Rücklage einfließen, ist nach wie vor offen, ob die Beiträge tatsächlich stabil bleiben. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hatte vergangene Woche anlässlich des Deutschen Arbeitergebertages in einem Interview gesagt: Stiege die Sozialversicherungsquote weiter Richtung 45 Prozent, käme dies einem „politischen Selbstmord“ gleich.
Quelle: RND, Tagesspiegel Background

Reform: Gesetz zur Notfallversorgung verabschiedet
Es ist die erste Strukturreform im Gesundheitssystem und soll Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro bringen: Ende vergangener Woche hat der Bundestag die lang erwartete Reform der Notfallversorgung beschlossen. Kernelement ist der Aufbau von 750 „integrierten Notfallzentren“ an Kliniken. Damit sollen Patienten gezielter gesteuert sowie ambulanter und stationärer Bereich enger miteinander verzahnt werden. Damit sollen vor allen Dingen die Notaufnahmen entlastet werden. Eine große Bedeutung in der Notfallversorgung kommt künftig der telefonischen Ersteinschätzung von Patientinnen und Patienten und der digitalen Vernetzung der Notfallnummern 112 und 116 117 zu. Darüber sollen die Hilfesuchenden direkt in die passende Versorgungsebene vermittelt werden. Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) lobte die Reform, das Gesundheitssystem werde effizienter. Unumstritten ist die Reform allerdings nicht. Die vorgesehene Terminmeldepflicht halten viele Ärzte für einen unzulässigen Eingriff in ihre Autonomie.
Quelle: Tagesspiegel Background, Tagesschau, Deutschlandfunk

KZBV: Stellungnahme zum GeDIG
Die KZBV betont in einer Stellungnahme anlässlich der Anhörung zum Entwurf des Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages in der vorigen Woche, die Praxen hätten keinen Einfluss auf die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen durch die Software-Hersteller. Allein bei diesen läge es zu gewährleisten, dass ihre Praxisverwaltungssysteme den Interoperabilitäts-Anforderungen genügen. Ebenso seien die Hersteller für die fristgerechte Zertifizierung ihrer Systeme verantwortlich. Deshalb dürfe es „nicht ohne Weiteres“ zu einer Sanktionierung der Vertragszahnärzte kommen. Vor diesem Hintergrund dürfe die „Ausgestaltungskompetenz von KZBV und GKV-Spitzenverband nicht durch vom Gesetzgeber zwingend vorgegebene Vertragsinhalte ausgehebelt werden“. Es gelte, die Expertise der Selbstverwaltung in den Gesetzgebungsprozess einzubeziehen. 
Quelle: KZBV

Bundesapothekerkammer: Strategiepapier zur Krisenvorsorge vorgestellt
Die Bundesapothekerkammer hat ein Strategiepapier zur Krisenvorsorge durch Apotheken erarbeitet und beschlossen, teilt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit. Der Präsident der Bundesapothekerkammer Armin Hoffmann sagte: „Resilienz entsteht nicht erst im Ereignisfall. Sie muss im Normalbetrieb aufgebaut und geübt werden. Dazu gehören klare Zuständigkeiten sowie die Einbindung der öffentlichen Apotheken, der Krankenhaus- und Bundeswehrapotheken und der Apothekerkammern in Krisenstäbe und Bevölkerungsschutzstrukturen. Wir brauchen belastbare Bevorratungskonzepte, digitale Lagebilder, eine geschützte Infrastruktur sowie eine nachhaltige Finanzierung.“ Das Strategiepapier wurde vorige Woche beim hybriden Symposium der Bundesapothekerkammer „Deutschland im Krisenfall – welche Rolle übernehmen Apotheken?“ in Berlin diskutiert gemeinsam mit Ines Perea, Unterabteilungsleiterin für Gesundheitssicherheit im Bundesgesundheitsministerium, und Oberstapotheker Dr. Bernd Klaubert von der Bundeswehr. 
Quelle: ABDA, zm

Eklund Foundation: Zahngesundheitsprojekt wird gefördert
Die Eklund Foundation, eine internationale Stiftung für zahnmedizinische Forschung und Bildung, hat jüngst die Vergabe von Stipendien in einer Gesamthöhe von 242.000 Euro an drei internationale universitäre Forschungsprojekte bekannt gegeben. Die höchste Förderung mit 120.000 Euro erhält ein Forschungsprojekt der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS), wie das Klinikum mitteilt. Das Projekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen von GLP-1-Rezeptor-Agonisten (gegen Typ-2-Diabetes oder Adipositas) auf die Mund- und Zahngesundheit. Allein in den USA dürfte die Zahl der Menschen, die damit therapiert werden, bis 2030 auf 30 Millionen ansteigen; auch in Deutschland dürfte die Nachfrage stark zunehmen. Unter dem Begriff „Ozempic-Zahn“ gab es bereits Berichte über Mundtrockenheit, Zahnschmelzerosion und rasch fortschreitende Karies, die mit GLP-1-Medikamenten in Verbindung gebracht werden. Um die Ursachen zu erforschen, sollen Patienten über einen Zeitraum von zwei Jahren untersucht werden. 
Quelle: UKS

Praxistipp der Woche

Auf ein Neues
Immer noch nicht scheint es in Fleisch und Blut übergegangen zu sein, wie bei gesetzlich Versicherten mit Füllungsleistungen und deren Mehrkosten umzugehen ist. Nicht einmal die Hälfte aller Füllungen wird entsprechend berechnet. Deshalb noch einmal die Fakten zur Mehrkostenvereinbarung.
Den gesamten DFZ-Artikel finden Sie hier.

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