Wortlaut des Antrags
Die Hauptversammlung möge beschließen:
Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte fordert die Bundesregierung auf, ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Abbau bürokratischer Belastungen in Zahnarztpraxen vorzulegen und zeitnah umzusetzen.
Insbesondere fordert der FVDZ:
Begründung
In Zahnarztpraxen wird ein immer größerer Teil der Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben verbracht. Dokumentationspflichten, Statistikmeldungen, Datenschutzvorgaben, Qualitätsmanagement, Nachweisund Berichtspflichten sowie zahlreiche Einzelregelungen binden wertvolle personelle Ressourcen, die für die Patientenversorgung fehlen.
Der Bürokratieaufwand belastet insbesondere kleine und mittelständische Praxen erheblich. Er verschärft den Fachkräftemangel, erhöht die Kosten und mindert die Attraktivität der freiberuflichen Berufsausübung.
Digitalisierung darf nicht zu einer Digitalisierung der Bürokratie führen. Elektronische Verfahren müssen Verwaltungsaufwand reduzieren und dürfen keine zusätzlichen Doppelstrukturen schaffen.
Eine leistungsfähige ambulante Versorgung braucht Vertrauen statt Misstrauenskultur. Gesetzgeber und Selbstverwaltung sind aufgefordert, Dokumentations- und Kontrollpflichten auf das notwendige Maß zu begrenzen. Jede Stunde weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für Patientinnen und Patienten.
Der FVDZ wird sich daher weiterhin auf Bundes- und Landesebene für einen konsequenten Bürokratieabbau einsetzen und konkrete Entlastungsvorschläge in den politischen Prozess einbringen.