Aus dem Verband

FVDZ GREEN DENTISTRY Award: Die Preisträger stehen fest
Es gab viele beeindruckende Bewerbungen. Nun stehen die Preisträger des neuen FVDZ GREEN DENTISTRY Awards fest: Mit dem Projekt „Special Smiles“ erreichte Anna-Lena Hillebrecht in der Kategorie „Soziales Engagement“ den ersten Platz. In der Kategorie „Ressourcenbewusstsein“ gewann Dr. Sven Molitor mit dem Projekt „Mehrweg statt Einweg“. Die dritte Erstplatzierte heißt Dr. Lisa Hezel. Sie konnte in der Kategorie „Innovation“ mit dem Projekt „Lückenschluss im Versorgungsmangel“ überzeugen. Zudem wurden zweite und dritte Plätze vergeben. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte hatte den Preis zum ersten Mal ausgerufen. Die stellvertretende Bundesvorsitzende Jeannine Bonaventura ist beeindruckt von den vielen tollen Bewerbungen: „Mit dem FVDZ GREEN DENTISTRY Award wollen wir zeigen, wie vielfältig Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin bereits gelebt wird. Unsere Kolleginnen und Kollegen übernehmen Verantwortung weit über den Praxisalltag hinaus. Genau dieses Engagement möchten wir sichtbar machen, würdigen und andere ermutigen, eigene Ideen umzusetzen.“ Die Preisverleihung findet während der FVDZ-Hauptversammlung vom 8.–10. Oktober in Kassel statt. Weitere Infos gibt es hier.

Wichtiger Austausch: Bundestagsabgeordneter zu Gast in Zahnarztpraxis
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roland Theis hat die Zahnarztpraxis von Jeannine Bonaventura in St. Wendel besucht. Die stellvertretende FVDZ-Bundesvorsitzende sprach mit ihm über aktuelle Herausforderungen der Zahnärzteschaft und notwendige gesundheitspolitische Rahmenbedingungen.Im Mittelpunkt stand die Prävention. Dabei ging es nicht nur um die Bedeutung regelmäßiger zahnärztlicher Vorsorge, sondern auch um die Möglichkeiten, durch frühzeitige Aufklärung und gezielte Maßnahmen langfristig Erkrankungen und Folgekosten zu vermeiden. Ein weiterer Schwerpunkt: die Rolle der Zahnmedizin bei der Früherkennung von gesundheitlichen Folgen des Drogenkonsums.Auch die Budgetierung zahnärztlicher Leistungen und ihre Auswirkungen auf die präventionsorientierte Versorgung wurden thematisiert. Ebenso der freiwillige Mutterschutz für selbstständige Zahnärztinnen und die besonderen Herausforderungen, die eine Schwangerschaft für Praxisinhaberinnen mit sich bringt. Für Bonaventura ist der direkte Austausch zwischen Politik und Praxis von besonderer Bedeutung: „Wer über die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung entscheidet, muss auch wissen, wie der Alltag in einer Zahnarztpraxis aussieht. Deshalb ist es wichtig, dass wir miteinander sprechen und die Probleme dort aufzeigen, wo sie tatsächlich entstehen.“

Wieder dabei: der FVDZ auf der infotage FACHDENTAL Stuttgart 
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist der Freie Verband Deutscher Zahnärzte als offizieller Partner der infotage Fachdental Messe mit einem eigenen Stand in Stuttgart vertreten. Am 16. und 17. Oktober stehen wir Ihnen für einen persönlichen Austausch, Diskussionen und Praxistipps zur Verfügung und freuen uns auf Ihren Besuch am Messestand 4A64 in Halle 4. Neben einer Vielzahl an praxisrelevanten Dienstleistungen, neuen Produkten und fortschrittlichen Technologien bietet zudem die dental arena spannende Fachvorträge.
Nikita Diedrich vom FVDZ-Landesverband Niedersachsen wird am Freitagnachmittag das Thema „Praxislabor der Zukunft: Automatisierung, KI und neue Wertschöpfung“ beleuchten. Sichern Sie sich mit dem Code: FVDZ2026STR jetzt Ihr kostenfreies Messeticket. 

ZA:vor Ort: Afterworkevent mit spannendem Thema
Parallel zur infotage Fachdental Messe ist auch unser Partner ZA eG wieder mit der Veranstaltungsreihe „ZA:vor Ort“ in Stuttgart vertreten. Am Freitag, 16.Oktober, referieren Dana Tesch und Andreas Jahnke auf dem Afterworkevent zum Thema „Politik trifft Praxis: WIR bleiben erfolgreich“. Treffen Sie vom FVDZ Jeannine Bonaventura, Joachim Härer und Ralf Rausch, und nutzen Sie in entspannter Atmosphäre entspannte Gespräche und das Netzwerken beim anschließenden gemeinsamen Abendessen. Die Teilnahme ist kostenlos und wird mit zwei Fortbildungspunkten bewertet. Alle Informationen und die Anmeldung zum Event finden Sie hier. 

 

Aus den Landesverbänden

Sachsen, Sachsen–Anhalt, Thüringen: Gemeinsame Vorstandssitzung  
Zu einer gemeinsamen Vorstandssitzung haben sich die Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am vergangenen Mittwoch in den Räumen der ApoBank in Jena getroffen. Im Mittelpunkt standen die Vorbesprechung der Hauptversammlung sowie der bereits in OpenSlides eingereichten Anträge. Intensiv diskutiert wurden insbesondere die geplante Resolution mit dem Thema Fachzahnarztvorbehalt, die Regelungen zum Mutterschutz sowie die wachsenden Herausforderungen in der Patientenkommunikation. Darüber hinaus sprachen die Vorstände über die aktuelle politische Lage in ihren jeweiligen Bundesländern. Die gemeinsame Tagung unterstreicht die enge Zusammenarbeit der drei Landesverbände, die inzwischen unter anderem auch einen gemeinsamen Social–Media-Auftritt pflegen. 

Bezirksgruppe Leipzig: Personalgewinnung im Fokus 
Beim thematischen Stammtisch der FVDZ-Bezirksgruppe Leipzig drehte sich am 29. September im Apels Garten alles rund um das Thema Personal. Referent Hans Schmid zeigte den 14 anwesenden Mitgliedern verschiedene Möglichkeiten zur Personalgewinnung und –bindung auf. Im Anschluss wurden die Impulse aufgegriffen und gemeinsam diskutiert. 

Westfalen-Lippe: „Ein vorbildlicher Landesverband“ 
Wie viel Misstrauen verträgt ein freier Beruf, bevor Qualitätskontrolle nur noch Bürokratie produziert? Diese Frage stand bei der Landesversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Westfalen-Lippe im Fokus. Nicht nur Kammerpräsident Gordon Sistig zeichnete ein Bild von einer überbordenden Bürokratie und wie diese Zahnärztinnen und Zahnärzte daran hindert, sich um ihre Patientinnen und Patienten kümmern zu können. Auch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz war Thema bei der Landesversammlung. Hier nahm Holger Seib, Vorstandsvorsitzender der KZVWL, die Finanzen ins Visier und inwiefern die Sparmaßnahmen den Praxen schadet. Mit Staatssekretär Matthias Heidmeier war die Landespolitik zu Gast. Er sagte, die Selbstverwaltung bleibe ein verlässlicher und unabdingbarer Partner. Auch der FVDZ-Bundesvorsitzende Christian Öttl hatte eine deutliche Anerkennung parat. Er lobte den Landesverband Westfalen-Lippe als „Vorbild“ bei der Nachwuchs- und Mitgliedergewinnung und dem sorgsamen Umgang mit den Finanzen. Landesvorsitzende Patricia Wachter zog Bilanz eines Jahres voller Aktivitäten: Erstsemesterkittel, Examensabende, Zahnärztetag Gütersloh, politische Lobbyarbeit zum Fachzahnarztvorbehalt – und vor allem die Arbeit in Ausschüssen und Führungspositionen der Körperschaften.  

Aus der Gesundheitspolitik

Zuckersteuer: Kanzleramt kassiert ersten Entwurf 

Das Bundesfinanzministerium hat vergangene Woche einen Referentenentwurf zur Zuckersteuer vorgelegt. Darin ist eine Besteuerung von zuckergesüßten Getränken ab einem Zuckergehalt von mehr als 5 Gramm pro hundert Milliliter vorgesehen. In drei Stufen soll die Steuer dann je nach Zuckergehalt von 26 Cent pro Liter auf 38 Cent pro Liter steigen. Kaum war der Entwurf jedoch öffentlich geworden, wurde er aus dem Kanzleramt gestoppt. „Nicht mehrheitsfähig“ hieß es von dort. Zu sehr weiche der Entwurf von den Vorschlägen der Finanzkommission Gesundheit (FKG) ab – insbesondere hatte die FKG geringere Steuersätze und nur eine zweistufige Staffelung vorgeschlagen. Das Veto aus dem Kanzleramt zu dem noch nicht in den Ressorts geeinten Entwurf wird in Regierungskreisen offenbar auch als Machtdemonstration gewertet, um zu zeigen, dass das CDU-geführte Kanzleramt nicht alle Steuererhöhungspläne von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) durchwinke. Bereits im Sommer war Klingbeil mit einem internen Papier zur Zuckersteuer, in dem auch mit Zuckerersatzstoffen gesüßte Getränke, Milchmixgetränke sowie Wein und Bier ohne Alkohol unter die Zuckersteuer fallen sollten, angeeckt und schnell zurückgerudert. Für sein jetzt vorgelegtes Gesetz sieht der Finanzminister trotz Veto aus dem Kanzleramt noch gute Chancen und geht laut Spiegel von einer schnellen Einigung aus. 
Quelle: Tagesspiegel Background, Spiegel, BMF 

Pflegegesetz: Nach Streit verabschiedet das Kabinett PNOG-Entwurf
Das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) hat die Regierungskoalition von CDU/CSU und SPD vergangene Woche noch einmal ordentlich durchgeschüttelt. Obwohl der Gesetzentwurf bereits erstmals diskutiert wurde, als Nina Warken noch Gesundheitsministerin war, konnte über die Monate hinweg kaum Einigkeit erzielt werden. Der neu entbrannte erbitterte Streit um das PNOG konnte dann auch erst kurz vor der Kabinettsitzung vergangene Woche – zumindest vorerst – beigelegt werden. Das Kabinett verabschiedete den Entwurf in letzter Minute. Mit den Maßnahmen des PNOG soll die Pflegeversicherung zumindest kurzfristig finanziell stabilisiert werden – ähnlich wie die GKV mit dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Addiert man die im Entwurf ausgewiesenen Posten der einzelnen Maßnahmen, ergeben sich rechnerisch etwa 14 Milliarden Euro. Um Strukturreformen in der Pflegeversicherung soll sich – ebenfalls analog zur Finanzkommission Gesundheit – nun eine eigens eingerichtete Kommission Gedanken machen, um langfristige Stabilität zu erreichen. 
Quelle: Tagesspiegel Background, Tagesschau 

Umfrage: Mehrheit will staatliche Maßnahmen zur Terminvergabe
Das Thema soziale Gerechtigkeit ist eng verknüpft mit der Gesundheitsversorgung. Nun hat Bundeskanzler Friedrich Merz selbst erst vor wenigen Wochen die „Gerechtigkeitsfrage“ im Zusammenhang mit dem dualen Krankenversicherungssystem gestellt. Anlass genug für den Focus, noch mal genauer nachzufragen. Auf die Frage, ob die medizinische Behandlung von GKV- und PKV-Versicherten gerecht sei, haben etwa drei Viertel der Befragten ein Gefühl der Ungerechtigkeit. Nur 17 Prozent halten es für gerecht – was immerhin mehr ist als der prozentuale Anteil von Privatversicherten. Festgemacht wird die größte „Ungerechtigkeit“ an der Terminvergabe. 71 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Bundesregierung Maßnahmen ergreifen müsse, um Unterschieden bei der Terminvergabe entgegenzuwirken. Diese Forderung findet darüber hinaus bei den Anhängern aller Parteien eine klare Mehrheit.
Quelle: Focus 

„Mutterschutz für Alle“: Zukunftsgipfel sucht tragfähige Lösungen 
Zum Zukunftsgipfel hat das Bündnis „Mutterschutz für Alle“ heute in Berlin eingeladen – eingestimmt mit einer Kundgebung am frühen Morgen vor dem Reichstagsgebäude. Die Forderung des Bündnisses ist klar: Die Politik soll eine Mutterschutzregelung schaffen, die Selbstständige einschließt – egal ob Handwerkerin, IT-Unternehmerin, Musikerin oder Zahnärztin. Der Zukunftsgipfel steht deshalb unter der Überschrift: Vereinbarkeit ist Wirtschaftspolitik. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist eine gesetzliche Mutterschutzregelung bereits vereinbart – an der Umsetzung fehlt es allerdings, denn es gibt zu viele offene Fragen, besonders die der Finanzierung. Das Bündnis sieht allerdings Chancen für eine gesetzliche Regelung, die jetzt noch in den Entwurf zur Elterngeldreform einfließen könnte. Josephine Ortleb, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und Familienpolitikerin, dämpft die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung. „Es ist ein komplexes Thema, für das es keine einfache Lösung gibt“, sagt sie. Die SPD-Politikerin äußert, sie sei für eine Umlage-Finanzierung zu haben, die allerdings von der CDU weitgehend abgelehnt werde. „Es kann auch keine Lösung geben, die für alle Selbstständigen passt, dafür sind die Branchen und Betriebe zu unterschiedlich“, macht Ortleb deutlich. Die Forderungen des Bündnisses finden große politische Unterstützung: Auch Silvia Breher (CDU), die ehemalige Familienministerin Lisa Paus und der Fachsprecher für Wirtschaft, Michael Kellner (beide Grüne) sowie weitere Bundestagsabgeordnete kamen zur Kundgebung auf der Reichstagswiese.  
Quelle: FVDZ

Praxistipp der Woche

Kleine Extras, große Wirkung 

Steuerf­eie Benefits können im Praxisteam die Motivation fördern und langfr­istig zur Personalbindung beitragen. Was ist zu beachten? 

 Den gesamten DFZ-Artikel finden Sie hier. 

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